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Bügeln: ungeliebte Pflicht oder angenehme Kür?

Bügeln ist für viele Hausfrauen und -Männer eine der unbeliebtesten Arbeiten im bügelnHaushalt. Dieser Artikel erklärt, wie man schnell und gut bügelt und so nicht mehr Zeit als unbedingt nötig am Bügelbrett verbringt.

Das Arbeitsgerät muss stimmen: Jeder Handwerker legt Wert auf professionelle Geräte. Nur im Haushalt ärgern wir uns allzu oft mit Billiggeräten herum, die ihren Zweck nur unzureichend erfüllen und schnell kaputtgehen. Falls also der Kauf eines neuen Bügeleisens ansteht, überlegen Sie gut, wie Sie Ihr Geld anlegen. Es muss durchaus kein Spitzengerät für hunderte von Euro sein. Auch für kleines Geld gibt es solide Bügeleisen, die ihren Zweck bestens erfüllen. Verzichten Sie lieber auf ein tolles Design und anderen Schnickschnack, und entscheiden sich für ein langlebiges Modell aus hochwertigen Materialien. Mehr als den Versprechungen der Hersteller sollten Sie unabhängigen Institutionen wie der Stiftung Warentest und den Erfahrungen anderer Käufer (die im Internet leicht zu recherchieren sind), vertrauen. Auch beim Bügelbrett sollten Sie auf Standfestigkeit achten und lieber ein paar Euro mehr ausgeben. Ein Bügelbrett kann ohne weiteres zwanzig oder dreißig Jahre halten, kaufen Sie keine wackelige Billigangelegenheit!

Welch Geräte stehen zur Auswahl? Da ist zunächst einmal das ganz normale Bügeleisen. Es arbeite allein mit Hitze, in der Regel lassen sich drei oder vier Hitzestufen für die unterschiedlichen Materialien einstellen. Die beiden Vorteile dieser Urform des Bügeleisens: es ist in der Regel preiswert und es geht nicht so leicht kaputt. Den fehlenden Dampf kann man leicht mit einer einfachen Sprühflasche ersetzten. Das Dampfbügeleisen hat einen Wassertank und erzeugt Wasserdampf, der aus der Bügelsohle austritt und das Gewebe befeuchtet, bevor es von der heißen Sohle geglättet wird. Im Gegensatz dazu arbeitet die Dampfbügelstation mit Druck: der heiße Wasserdampf wird durch das Gewebe gepresst und glättet es so zusätzlich zur Bügelsohle. Bügelpressen drücken den Stoff an einen heißen Bügelschuh. Sie glätten besonders größere Wäschestücke, wie Laken und Tischwäsche schneller und bequemer als ein herkömmliches Bügeleisen. Am oberen Ende der Preisskala stehen Bügelmaschinen, bei denen die Wäschestücke über eine Rolle laufen und gegen einen heißen Bügelschuh gepresst werden. Moderne Bügelmaschinen haben auch eine Dampffunktion und bügeln sogar Hemden ganz akzeptabel. Falls man viel Bügelwäsche hat, sind sie eine lohnende Investition.

Mit der richtigen Technik geht’s schneller: Bügelwäsche sollte niemals stocktrocken sein, trockene Wäsche bügelt sich schlecht. Entweder man nimmt die Wäsche von der Leine, so lange sie noch leicht feucht ist, dann muss man sie aber sofort bügeln. Feuchte Wäsche die zu lange im Wäschekorb liegen bleibt, riecht schnell muffig. Falls die Wäsche auf der Leine schon komplett getrocknet ist, sprengt man sie vor dem Bügeln mit einer einfachen Sprühflasche mit Wasser ein. Mit dem Trockner lässt sich Wäsche bügelfertig (oder eben Schrank-fertig) trocknen. Die dritte Möglichkeit besteht darin, ein Dampfbügeleisen zu benutzen, das das Gewebe per Dampfstoß während des Bügelns befeuchtet. Empfindliche Materialien wie Wolle oder Seide sollte man nicht einsprengen, da sie leicht Wasserflecken bekommen. Man glättet sie schonend unter einem angefeuchteten Tuch.

Zur richtigen Bügeltechnik: generell gilt von klein zu groß. Erst werden die kleinen Flächen gebügelt und dann die großen. Sonst verknittert der Hemdrücken wieder, während man die Manschetten glättet. Empfindliche Materialien wie Wolle oder Seide nicht einsprengen.

So viel wie nötig, so wenig wie möglich: Der schnellste Weg, den Berg an Bügelwäsche abzutragen, ist der, sich einmal kritisch zu fragen, ob wirklich alles gebügelt werden muss. Natürlich will niemand in zerknitterten Hemden oder Blusen ins Büro gehen. Aber müssen Handtücher wirklich gebügelt werden? Und Unterhosen oder Socken? Ist Ihr Jüngster ein glücklicheres Kind, weil er in perfekt gebügelten Sweatshirts zum Kindergarten geht? Wenn man Wäsche möglichst schnell nach dem Waschen aus der Maschine nimmt und sie vor dem Aufhängen ordentlich ausschlägt, werden viele Stücke nach dem Trocknen ganz akzeptabel aussehen. Bügeln Sie nichts, was eigentlich (fast) glatt ist! Dazu ist Ihre Zeit zu kostbar!

Wenn man es richtig anstellt, muss Bügeln kein Alptraum sein. Mit solidem Handwerkszeug und der richtigen Technik bügelt es sich schnell und angenehm. Und es spricht nichts dagegen, sich die Bügelzeit mit einem schönen Film, guter Musik oder einem Hörbuch zu versüßen!

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