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Entrümpeln – raus aus dem Chaos

Die Vase, die wir nie benutzen, weil sie nicht zur Einrichtung passt, der Koffer, den wir entrümpelnzur Reparatur bringen müssen und der Stapel Kunstwerke der Kinder: Im Lauf unseres Lebens sammeln wir Dinge an, die uns etwas bedeuten, von denen wir denken, dass wir sie noch einmal gebrauchen können oder die einfach zu schade zum Wegwerfen sind. Aber irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man ausmisten muss – weil alle Schubladen überquellen, das Haus wie eine Lagerhalle aussieht und man viel zu viel Zeit damit verbringt, den Kram von einer Stelle an die andere zu räumen.

Alles, was wir besitzen, kostet Energie. Es muss aufgeräumt und abgestaubt werden, es belastet und frisst Zeit. Natürlich brauchen wir Dinge, damit unser Leben funktioniert, aber in unserer Wohlstandsgesellschaft haben die meisten Menschen zu viel von allem.

Genug gute Gründe also, mit dem Entrümpeln anzufangen! Entweder, Sie nehmen sich eine Woche Urlaub, und erledigen alles auf einmal, oder Sie gehen es Schritt für Schritt an. Da reichen schon fünf Minuten, in denen Sie z.B. eine Schublade ausmisten können. Ob Sie sich nun Hals über Kopf in das Abenteuer Entrümpeln stürzen, oder es lieber Schublade für Schrank und Zimmer für Zimmer angehen wollen, der Prozess ist immer der gleiche.

  • stellen Sie zwei Kisten und einen großen Müllsack bereit

  • Entscheiden Sie sich für einen Unordnungsherd, den Sie angehen wollen

  • nehmen Sie jeden Gegenstand in die Hand und treffen Sie sofort eine Entscheidung, was damit geschehen soll

  • ist der Gegenstand kaputt? Lohnt sich eine Reparatur? Werden Sie ihn wirklich zur Reparatur bringen? Wenn nein – ab damit in den Müllsack. Wenn Sie ihn wirklich reparieren lassen wollen, kommt er in eine der Kisten.

  • Haben Sie ihn innerhalb des letzten Jahres benutzt? Wenn nicht, kommt er entweder in den Müllsack, oder, wenn Sie denken, das er für jemand anderes nützlich sein könnte, deponieren Sie in der anderen Kiste

  • ist der Gegenstand mit einer schönen Erinnerung verbunden oder hat sonst einen sentimentalen Wert für Sie? Wenn er Ihnen wirklich wichtig ist, heben Sie ihn auf. Oder Sie legen sich ein Erinnerungsbuch an: Sie machen ein Foto und notieren die Geschichte, die dazugehört. Dann haben Sie einen Gegenstand weniger, um den Sie sich kümmern müssen, und die Erinnerung wird Ihnen trotzdem nicht verloren gehen.

  • Haben Sie zwei Exemplare des Gegenstandes in Ihrem Haushalt? Behalten Sie das besser erhaltene und trennen Sie sich von dem anderen.

  • Krimskrams, wie Bleistiftstummel, Plastikfiguren aus Überraschungseiern und kaputte Wäscheklammern wandern direkt in den Müllsack.

  • Auch alte Zeitungen und Zeitschriften, die Sie schon lange einmal lesen sollten, aber in den letzten sechs Monaten nicht dazu gekommen sind, gehören in den Container

  • Bringen Sie die Dinge in der Reparaturkiste innerhalb von einer Woche auch wirklich zur Reparatur

  • Verschenken oder verkaufen Sie die Dinge in der zweiten Kiste und setzten Sie sich eine Frist dafür. Sonst haben Sie mit der Kiste einen neuen Unordungsherd geschaffen

Je weniger Dinge in Ihrer Wohnung herumstehen oder die Schränke verstopfen, desto weniger Zeit müssen Sie damit verbringen, sich um diese Dinge zu kümmern, sie aufzuräumen und abzustatten.

Wer etwas loslässt, hat zwei Hände frei: dieses chinesische Zitat fasst in Worte, was viele von uns eigentlich wissen: zu viele Dinge belasten. Es kostet Sie nur fünf Minuten, den ersten Schritt in ein neues, leichteres Leben!

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