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Haushaltsorganisation: Haushalt wie auf Rädern

Wer kennt das nicht: Im Wohnzimmer stolpert man über verstreute Legosteine, in der haushaltsorganisationKüche stapelt sich das dreckige Geschirr, und der Ficus ist vertrocknet. Natürlich gibt es Hausfrauen, bei denen man jederzeit zu Besuch kommen kann und auch noch ein paar frischgebackene Plätzchen vorgesetzt bekommt – aber die meisten von uns fallen leider nicht in diese Kategorie.

Gerade, wenn man Kinder hat und arbeitet, wächst einem der Haushalt immer mal wieder über den Kopf. Wollmäuse unterm Sofa und körbeweise dreckige Wäsche stressen natürlich, am schlimmsten ist aber das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Mit ein wenig Organisation und ein paar einfachen Tipps kann man das schlimmste Chaos oft vermeiden. Am wichtigsten ist es allerdings, sich von der Vorstellung des perfekten Haushalts zu verabschieden. Bei den vielfältigen Anforderungen, die die Welt, in der wir leben, für uns bereithält, ist es oft einfach nicht möglich, alles immer makellos aufgeräumt und geputzt zu haben. Da ist es besser, sich zu entspannen, und die eigenen Anforderungen einmal auf den Prüfstand zu stellen.

Wie kann man also den Haushalt besser organisierten und effizienter erledigten?

Lassen Sie sich helfen. Da gibt es doch wahrscheinlich noch andere in Ihren Haushalt, deren Wäsche gewaschen werden muss, die Dinge herum liegen lassen und die essen wollen. Beteiligen Sie also alle Familienmitglieder an den anfallenden Arbeiten. Schon kleinere Kinder ab vier oder fünf Jahren können beim Aufräumen und anderen Arbeiten helfen- meistens tun sie es in dem Alter sogar mit Begeisterung! Und selbst, wenn die Arbeitserleichterung durch ihre Hilfe eher gering ist, lernen sie doch, das Helfen im Haushalt einfach dazu gehört. Ältere Kinder können die Verantwortung für ihr Zimmer übernehmen, ihr Bett täglich machen und die Wäsche in den Schmutzwäschekorb tun (statt sie malerisch über den Fußboden zu verteilen).

Stellen Sie einen Putzplan auf. Wie der konkret aussieht, hängt von Ihren ganz persönlichen Lebensumständen, Ihrer Toleranz gegenüber Staub und Ihren Möglichkeiten ab. Überlegen Sie sich, was Ihnen wirklich wichtig ist. Möchten Sie, dass das Wohnzimmer immer so aufgeräumt und sauber ist, dass Sie jederzeit Besuch empfangen können? Oder legen Sie eher Wert auf ein blitzblank geputztes Bad? Wenn Sie sich über Ihre Prioritäten im Klaren sind, können Sie entscheiden, was täglich sein muss, und was einmal pro Woche oder sogar nur einmal monatlich auf dem Plan steht. Ein Haushaltsplan entspannt die Situation. Wenn Sie Mittwoch Abend nach hause kommen und sehen, dass unbedingt gesaugt werden müsste, können Sie ganz nonchalant darüber hinwegsehen, wenn Sie wissen, dass Staubsaugen Donnerstag morgens sowieso auf dem Putzplan steht.

Einige Dinge sparen allerdings viel Zeit, wenn man sie sofort erledigt. Wenn Sie verkleckerten Babybrei oder übergekochte Milch direkt wegwischen, dauert das weniger als eine Minute. Ist der Fleck erst einmal eingetrocknet, müssen Sie aufwändig mit dem Putzschwamm daran herummschrubben. Auch das Wasser an der Scheibe der Dusche sollte man direkt mit einem Abzieher abwischen, sonst gibt es Kalkflecken, die dann nur mit Spezialreiniger entfernt werden können.

Und hier noch ein paar einfache Tipps, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, den Ablauf im Haushalt aber wesentlich verbessern können.

Planen Sie täglich 15 Minuten für eine kleine Extraarbeit ein, die nicht auf Ihrem Putzplan steht. Sie können alle Türklinken mit einem feuchten Lappen abwischen, eine kleine „Gruschtecke“ eliminieren, eine Schublade aufräumen und sauber machen… Legen Sie sich am besten eine Liste mit kleinen Aufgaben an, die sich innerhalb von einer viertel Stunde erledigen lassen. 15 Minuten sind nicht viel, aber Sie werden sehen, dass Ihr Haushalt bald aufgeräumter und sauberer ist.

Dran bleiben: wenn Sie alles liegen lassen, werden Aufräumen und Putzen schnell zu Riesen-Aufgaben. Gewöhnen Sie sich daran, jeden Tag ein wenig zu tun, dann ist wird die Wohnung vielleicht nicht aussehen, als könnte sie direkt für „Schöner Wohnen“ fotografiert werden, aber sie macht Sie auch nicht zum Kandidaten für Sendungen wie „Raus aus dem Messie-Chaos“.

Gemachte Betten machen den Unterschied: Ein (ungelüftetes) Schlafzimmer mit ungemachten Betten sieht automatisch unaufgeräumt aus und weckt Schuldgefühle. Wenn es Ihnen zu lange dauert, das Bett zu machen, kaufen Sie sich hübsche Bettwäsche, dann müssen Sie morgens nur die Decken glatt ziehen und die Kissen aufzuschütteln. Legen Sie eine farblich passende Decke quer über das Fußende und Sie sind fertig

Sammeln Sie einmal täglich die Schmutzwäsche ein und beladen gegebenenfalls eine Waschmaschine. Damit schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: es sieht gleich aufgeräumter aus und Sie sind mit der Schmutzwäsche auf dem Laufenden. Das Gleiche gilt für die Spülmaschine: wenn Sie das schmutzige Geschirr in die Maschine eingeräumt haben, ist die Küche schon fast aufgeräumt.

Und noch ein Tipp zum Schluss, wenn es doch mal wieder wie bei Hempels unterm Sofa aussieht und Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen: Räumen Sie nicht planlos auf, sondern fangen Sie an einem Punkt an und arbeiten sich einmal durch den Raum. So haben Sie nach drei Minuten eine Ecke die schon wieder aufgeräumt ist und das gibt Ihnen Schwung für den Rest!

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